Logistik in Zeiten des Corona-Virus

Die gute Nachricht vorneweg: Ausgabe 7 ist auf dem Weg zu unseren Abonnenten und Lesern, die an den vergangenen Tagen im Online-Shop vorbestellt haben. In Zeiten einer Pandemie ist das keine leichte Aufgabe, wie wir feststellen mussten.

Ende der vorherigen Woche konnte uns unser Logistik-Partner, der uns eigentlich (das Wort gewinnt hier an Bedeutung) unterstützt, wegen des Corona-Virus diesmal nicht helfen. Lockdown, Zutrittsverbot, Kurzarbeit – keine Chance die frisch gedruckten Hefte zu verpacken.

Also haben wir die Drähte glühen lassen und über persönliche Kontakte dann tatsächlich eine Lager- und Arbeitsfläche bei einem mittelständischen Logistik-Unternehmen in der Nähe von Frankfurt erhalten. Anlieferung der Hefte – Check! Schon mal gut. Also haben Jan, Matthias und Stefan die Ärmel hochgekrempelt und gestern wieder selbst Hand angelegt.

  • Hefte von der Euro-Palette nehmen
  • Auspacken und für den Versand vorbereiten
  • Eintüten in Umschläge
  • Auf neuer Palette lagern
  • Mit Adresslabeln sortiert nach PLZ-Gebieten versehen
  • Stapelweise in Folie einwickeln für den Versand in die PLZ-Gebiete
  • Auf einer dritten Palette sortiert ablegen
  • Diese Versand-Palette ebenfalls einwickeln

Nach gut sechs Stunden war die Arbeit getan. Fazit eins: Wenn die Post uns jetzt keinen Strich durch die Rechnung macht, sollten Abonnenten und Vorbesteller das Heft in den nächsten Tagen in der Hand halten. Fazit zwei: Wir sind ziemliche Schreibtisch-Arbeiter. Denn heute fühlen wir uns, als hätten wir gestern einen Wohnungsumzug der Marke „Fünter-Stock-Altbau“ hinter uns. Wohlgemerkt mit zu wenigen Umzugshelfern.

Und wir können wieder mit etwas Stolz behaupten: Die Ausgabe kommt wirklich von uns selbst, alles wurde in Eigenarbeit der drei Herausgeber hergestellt. Bis natürlich auf die tolle Arbeit unserer Autoren und Fotografen, die mit viel Herz und Leidenschaft Geschichten für uns geschrieben und mit tollen Motiven versehen haben.

Die Themen der neuen Ausgabe:

  • Interview mit Rekordspielerin Andrea Lanzl
  • Schiedsrichter: Das dritte Team
  • Christoph Ullmann: Marus Kink sagt Servus
  • NHL-Bärte: Playoff-Ritual und Fashion-Statement
  • The Battle of Alberta
  • Ein Tag mit MagentaSport-Kommentator Basti Schwele
  • EV Füssen: Steh auf, wenn Du am Boden bist
  • Im Ruhestand: Brooklyn Americans
  • Eishockey exotisch: Spanien
  • Stadion: La Valascia in Ambrì
  • und viele weitere Eishockey-Geschichten

Apropos Geschichten: Da ja tatsächlich keine Playoffs stattfinden (so langsam kapieren wir es), bieten wir Euch die Möglichkeit, unsere schönsten und spannendsten Geschichten kostenlos als PDF herunterzuladen. Jeden (Playoff-)Freitag stellen wir eine Story aus unseren ersten sechs Heften online. Bitte, und das meinen wir genauso: Schickt die PDFs gerne weiter, verteilt sie unter Euren Eishockeyfreunden! Wir wollen damit einen klitzekleinen Beitrag leisten, die langweilig lange Zeit ohne Eishockey zu überbrücken.

Eine zweite kleine Social-Media-Aktion haben wir am Dienstag gestartet: Jan ist ja ein begnadeter Illustrator, wie ihr hoffentlich schon bemerkt hat. In der Rubrik Stilfrage tobt er sich pro Ausgabe wirklich aus, ohne dass wir ihm da reinreden. In Ausgabe #4 hat er uns 15 Dinge präsentiert, die verteilt über die ganze Eishockeywelt auf das Eis geschmissen werden. Und was da so fliegt, ist teilweise spektakulär und teilweise höchst fragwürdig. Jeden Dienstag präsentiert wir euch auf Facebook und Instagram einen solchen Gegenstand unter dem Hashtag-Motto #throwonicetuesday. Viel Spaß beim Schmunzeln und beim Nachmachen!?!

Eure Macher von DUMP & CHASE
Jan, Matthias und Stefan

Eishockey? Gibt’s nur bei uns.

Puh. Da hatte es auch uns die Sprache verschlagen. Per Skype diskutierten wir gerade den Korrekturlauf unserer siebten Ausgabe, als bestätigt wurde, was zuvor als Gerücht kursierte: Die Playoffs abgesagt, die Saison beendet! Drei Tage vor der Datenübergabe an unsere Druckerei.

Gestern Abend wäre das Playoff-Viertelfinale in der DEL2 gestartet, seit heute früh arbeiten die Maschinen, um Ausgabe 7 zu unseren Abonnenten und in den Handel zu bringen. Auch wenn kein Eishockey gespielt wird, laufen bei uns die Routinen ganz normal weiter. Denn auch wenn wir angesichts der freien Freitagabende und Sonntage eher Trübsal blasen, freuen wir uns riesig auf die Ausgabe. Und sind glücklich, dass wir Themen im Heft haben, die wieder zeitlos genug sind und Euch hoffentlich wieder Freude beim Lesen bereiten. Leute, Playoffs gibt’s diesmal eben nur bei uns.

Da wäre zum einen unser großes Interview mit Rekordnationalspielerin Andrea Lanzl. Auch sie ist betroffen vom Coronavirus. Wollte sie doch mit dem Frauen-Team bei der WM in Kanada die Olypmpia-Quali für Peking klarmachen. Wie sie mit der Absage umgeht, könnt ihr bei uns nachlesen.

Weil uns die herbe Kritik an den Schiedsrichtern beschäftigt hat, haben wir nachgefragt: Bei denen, die auf dem Eis die Entscheidungen binnen Sekunden treffen müssen. Und bei denen, die für die Unparteiischen zuständig sind wie Lars Brüggemann und Gerhard Lichtnecker. Außerdem haben wir Spieler befragt, wie sie die Schiedsrichter wahrnehmen. Herausgekommen ist kein weiteres Bashing, sondern ein reflektierter Blick ins Innenleben des Schiedsrichterwesens. Eine unserer ausführlichsten Storys, seitdem es DUMP & CHASE gibt.

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Ein ganz Großer, der nach dem jähen Ende der Saison keinen würdigen Abschied erhält, ist Christoph Ullmann. Einer der erfolgreichsten Spieler der DEL-Geschichte, aber auch einer, den man einfach mögen muss. Und wer könnte besser seine Karriere Revue passieren lassen, als sein langjähriger Weggefährte Marcus Kink. In seinem Gastbeitrag haut er so einige Anekdoten raus … Ulle, zieh’ dich warm an!

Was gibt’s noch in der #7? Wir haben uns anstecken lassen vom hitzigen Battle of Alberta, begeistern lassen von der Atmosphäre in Ambrì-Piotta, beeindrucken lassen von legendären Playoff-Bärten und haben über Basti Schwele gestaunt, der locker und leidenschaftlich DEL-Spiele kommentiert. Außerdem berichten wir ausführlich über den Neustart des EV Füssen. Wie kann sich ein Traditionsverein neu erfinden? Auch ein fettes Poster gibt’s wieder – ihr habt die Wahl zwischen David Pastrnak und Tim Stützle.

Also Leute, nehmt Euch die Zeit für Eishockey. Holt Euch Ausgabe 7. Bei uns geht die Saison weiter! Ab sofort könnt ihr die Ausgabe in unserem Shop bestellen. Oder euch ab 31. März im gut sortierten Zeitschriftenladen holen.

Euer Team von DUMP & CHASE
Jan, Matthias und Stefan

Kleine Fische, große Haie

 

Geschafft. DUMP & CHASE #6 befindet sich im Druck. In wenigen Tagen werden wir und etwas später auch ihr das neue Eishockey-Magazin in den Händen halten. Wir haben es tatsächlich geschafft, sechs Ausgaben in den vergangenen zwölf Monaten zu produzieren. Und auch diesmal hoffen wir, euch mit unserem Story-Mix zu überzeugen. Auf was könnt ihr euch freuen?

Unsere Titelstory befasst sich mit den Small-Market-Teams der DEL: Was macht Bremerhaven, Iserlohn, Schwenningen und Straubing aus? Wie unterscheiden sich die Standorte und was eint sie? Patrick Bernecker hat genau hingeschaut, Stimmen gesammelt und seine Ergebnisse für euch zusammengefasst.

Außerdem haben wir Goalie Philipp Grubauer gesprochen, der mit der Colorado Avalanche zum erweiterten Kreis der Favoriten auf den Stanley Cup zählt. Auch wenn die vergangenen Wochen nicht immer rund liefen für das junge Team aus Denver, blickt der gebürtige Rosenheimer optimistisch in die Zukunft.

Weit entfernt von der großen NHL ist unsere Hockey-Mom-Story. Was eine Familie auf sich nimmt, um den Kids den Lieblingssport zu ermöglichen, ist schon außergewöhnlich. Und wenn wir ehrlich sind: Die meisten der Kids machen das aus Liebe zum Sport, die NHL bleibt nur ein Traum.

Zutritt verboten? Nicht für unsere Leser: Einen einmaligen Blick hinter die Kulissen haben wir mit Dominic Pencz umgesetzt, der seit dieser Saison diversere DEB-Mannschaften als Fotograf begleitet hat. Als stiller Beobachter hat er die Männer- und die Frauen-Nationalmannschaft begleitet. Exklusiv in DUMP & CHASE zeigen wir eine Auswahl einzigartiger Motive.

In den Fotoarchiven haben wir lange gekramt, um uns in die neunziger Jahre zu begeben. Nach dem Bosman-Urteil schwappte eine ganze Welle Importspieler in die DEL. Besonders die Italo-Kanadier haben der Liga ihren Stempel aufgedrückt. Hach, wie herrlich waren doch die Zeiten des Wild-West-Eishockey?

Eine Reise in die Vergangenheit treten wir beim Stadioncheck an, der diesmal der altehrwürdigen Brehmstraße in Düsseldorf gewidmet ist. Tausende Kilometer weiter entfernt liegt der Winter Sports Complex in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat, den wir uns im Rahmen unserer Rubrik Eishockey exotisch angeschaut haben. Und wohin die Reise für die Kühlbox von MagentaSport im Februar gehen wird, verraten wir auch in der neuenAusgabe.

Die Themen in der Übersicht:

  • Small-Market-Team: Wie Bremerhaven, Iserlohn, Schwenningen und Straubing in der DEL bestehen
  • Kühlbox live von MagentaSport auf großer Reise
  • Eishockey exotisch: Turkmenistan
  • Good old hockey game: Andreas Pokorny
  • Zutritt verboten: Die Kabinen der Nationalmannschaften
  • Italo-Kanadier in der DEL: The good, the bad and the ugly
  • Stilfrage: Warum es keine Werbung auf den NHL-Trikots gibt
  • Philipp Grubauer: Die Nummer eins der Colorado Avalanche im Interview
  • Go green: Vegane Ernährung im Spitzeneishockey?
  • Die Eismacher: Das Winter Derby in Offenbach
  • Hockey-Mom: Ohne Mama geht nichts
  • Stadioncheck: Brehmstraße in Düsseldorf
  • Im Ruhestand: Die Minnesota North Stars

Haben wir Eure Vorfreude geweckt? DUMP & CHASE #6 erscheint am 28. Januar am Kiosk und ist jetzt schon in unserem Shop zu haben. Jetzt bestellen! Oder noch viel besser: Holt Euch jetzt unser neues Abo für nur 30 Euro, der beste Weg uns zu unterstützen.

Euer Team von DUMP & CHASE
Jan, Matthias und Stefan

Vier gewinnt

Als wir im Januar mit der Veröffentlichung von Ausgabe 1 in unser großes „DUMP & CHASE“-Abenteuer gestartet sind, gaben wir uns ein Versprechen. Nach einem Jahr schauen wir, wo wir stehen, was uns bewegt und welche Erfahrungen, Feedback und Erkenntnisse wir gesammelt haben. Damit haben wir in den letzten Wochen begonnen und viel diskutiert.

Wir haben jede Menge Zahlenmaterial zusammengetragen und ausgewertet: Verkaufserlöse, Abonnentenzahlen, Werbekunden, Einnahmen und Ausgaben … Wir haben viele Szenarien entwickelt, uns Gedanken gemacht, Ideen geschmiedet und verworfen. Letztlich sind wir nun aber sicher, eine passende Agenda für das neue Jahr entwickelt zu haben. Heute wollen wir euch diese genau vorstellen.

Zeit für Eishockey?

Wir sind immer noch das kleine Dreier-Team, das DUMP & CHASE vor nun fast zwei Jahren ins Leben rief. Zu dritt ein solches Projekt zu stemmen und nebenbei noch unseren „echten Jobs“ für das Abendbrot und das monatliche Eisgeld nachzugehen, ist anstrengend. Umso stolzer sind wir auf jedes einzelne Heft, das in 2019 erschien.

Ursprünglich rechneten wir mit einem Rhythmus für sechs Ausgaben im Jahr. Das werden wir für die erste Runde auch so hinkriegen: Von Januar bis Januar werden wir euch sechs Hefte vorgelegt haben.

Doch im Nachhinein ist man immer schlauer. Als wir noch weit vor dem ersten Heft Gespräche über unsere Ideen geführt haben, hörten wir immer wieder jene mahnenden Worte: „Sechs Ausgaben? Das ist ziemlich anspruchsvoll. Startet lieber mit vier.“ Jetzt, wo wir gerade in der Produktion der Ausgabe 6 stecken, wissen wir: Da ist was dran! Wenn es nur darum ginge, ein spannendes Eishockey-Magazin redaktionell zu füllen, dann könnten wir zwölf Jahresausgaben drucken.

Aber DUMP & CHASE ist so viel mehr als das reine Heft-Machen: E-Mail-Anfragen, Shop- und Abonnentenverwaltung, Buchhaltung, Anzeigenverkauf, Finanzen, Logistik, Marketing, Merchandise, Social Media, Vertrieb und vieles mehr. Jeder einzelne Bereich ist ziemlich komplex und wird von uns komplett selbst beackert.

DUMP & CHASE ist für uns wohl die aufwendigste Freizeitbeschäftigung schlecht hin. Freizeit, weil wir alles im Feierabend oder am Wochenende machen und bis heute keinen Cent an uns bezahlt haben. Jeder Umsatz-Euro ging an Autoren, Fotografen und ins nächste Heft.

Ein Stück Idealismus bewahren

Als Idealisten macht es uns nichts aus, dass für uns im ersten Jahr keinerlei monetärer Ausgleich drin war. Doch man muss kein großer Mathematiker sein, um zu verstehen, dass man so kein Unternehmen führen kann. Es muss sich etwas ändern.

Unsere Kosten setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen: Neben Papier und Druck kosten uns auch Vertrieb, Bildrechte und Autoren eine Menge Geld. Mit Letzteren arbeiten wir eng zusammen, eine gerechte Bezahlung ist insbesondere hier für uns selbstverständlich!

Wir wollen euch einen besseren Eindruck der Summen geben, von denen wir hier sprechen. Für die reine Heftproduktion – das heißt, Fixkosten für die verschiedensten Dinge kommen hier noch oben drauf – laufen bei jeder Ausgabe Rechnungen mit folgenden Beträgen auf:

Druckkosten für Heft und Poster ca. 13.000 Euro
Kosten für Bildrechte und Autorenhonorare ca. 4.000 Euro
Vertrieb (Einzelhandel und Abonnenten) ca. 4.000 Euro
Gesamtkosten je Ausgabe ca. 21.000 Euro

Jede Rechnung haben wir selbstverständlich direkt beglichen. Doch um gesunde Finanzen zu haben, ist es für uns extrem wichtig, mehr Anzeigen zu verkaufen! Dafür wollen wir uns mehr Zeit nehmen. Und deshalb haben wir uns entschieden, im neuen Jahr nach Ausgabe 6 nur vier weitere Hefte zu produzieren.

Mit mehr Luft zwischen den Ausgaben werden wir mehr Zeit für die Vermarktung unseres Heftes haben. Das bedeutet für euch neben den größeren Abständen zwischen den Nummern hoffentlich auch mehr Werbung im Heft. Aber nur so kann es langfristig funktionieren. Der Copypreis von 7,90 Euro wurde zu Beginn unseres Projektes oft kritisiert. „Viel zu teuer!“ Doch vom Umsatz eines am Kiosk verkauften Heftes bleibt gerade mal 3,73 € netto für uns übrig. Der Rest geht an Vertrieb und Kiosk. Um hier richtig Kohle zu machen, bräuchten wir eine Auflage wie die Großen.

Deshalb ist das Abo für uns so wichtig!

Wer uns direkt unterstützen will, bestellt ein Abo oder das neueste Heft direkt bei uns. Denn das gibt uns Planungssicherheit. Wir können die kommenden Auflagen besser planen und bekommen mehr von der Marge – und das ohne Preiserhöhung. So können wir DUMP & CHASE zukünftig weiter voranbringen!

tl;dr

  • Die Ausgabe 6 erscheint im Januar 2020.
  • Im neuen Jahr erscheinen danach vier weitere Ausgaben.
  • Ein in unserem Shop gekauftes Heft oder Abo bringt uns mehr Geld als ein im Kiosk verkauftes Heft.