Geht’s raus, spielen!

Wenn der EC Bad Nauheim am 14. Dezember sein Heimspiel in der DEL2 gegen die Löwen Frankfurt bestreitet, dann sollte das ohnehin schon traditionsreiche Eishockey-Derby zwischen der beschaulichen Kurstadt und der benachbarten Finanzmetropole die Massen noch mehr elektrisieren als sonst üblich. Denn für dieses Spiel wird das Fußballstadion der Offenbacher Kickers am Bieberer Berg zur Outdoor-Eisarena umfunktioniert. Die über 20.000 Zuschauer fassende Arena in der aus Frankfurter Sicht ungeliebten Nachbarstadt Offenbach soll den Rahmen bieten für eines der bedeutendsten Spiele der Bad Nauheimer Eishockeygeschichte.

Doch irgendwie scheint das bevorstehende DEL2-Winter-Derby unter keinem guten Stern zu stehen. Knapp zwei Wochen vor dem Spiel sind bei Weitem nicht alle Tickets verkauft, die Euphorie hält sich in Grenzen. Aber warum?

Bad Nauheim ist über alle Erwartungen gut in die Saison gestartet. Das Team von Trainer Christof Kreutzer hält sich konstant auf den vorderen Tabellenplätzen und hat den ewigen Rivalen aus Frankfurts bereits zweimal besiegen können. Zwar fallen aktuell gleich drei der vier gesetzten Importspieler verletzungsbedingt aus. Aber hier wurde auf zumindest zwei Positionen adäquat nachverpflichtet. In Anbetracht der sehr viel größeren Verletzungsmisere bei den Löwen Frankfurt, die gleich sieben Spieler auf der Verletztenliste haben und obendrauf noch drei U20-Nationalspieler für die bevorstehende WM abstellen müssen, stehen die Chancen auf einen Bad Nauheimer Sieg in diesem besonderen Derby ziemlich gut. Dass die Erwartungen im Frankfurter Fanlager momentan eher gedämpft sind, ist dementsprechend nachvollziehbar: Das Team in einer Schaffenskrise, das Spiel in Offenbach. Doch für die Anhängerschaft der Roten Teufel aus Bad Nauheim könnte es eigentlich kaum mehr Motivation geben, um die kurze Reise nach Offenbach anzutreten.

Doch Teile der Bad Nauheimer Fangemeinde haben sich gegen das sogenannte DEL2-Eventgame ausgesprochen und werden keine Stimmung machen. Eine voranschreitende Kommerzialisierung des Eishockeys wird als einer der Gründe dafür genannt, was den neutralen Beobachter doch eher verwundert.

Bei König Fußball hat die Kommerzialisierung längst alle Grenzen gesprengt. FIFA, UEFA, WM-Vergabe nach Katar, Korruption, Doping und Ethikkommission – man wendet sich langsam aber sicher ab. Doch im Eishockey, einem Sport der um jeden Sponsor und Mäzen, um jede Art der medialen Aufmerksamkeit hart kämpfen muss um sich zu behaupten, sind Anlässe wie solch ein Eventgame im Fußballstadion eine seltene und umso willkommenere Gelegenheit, um sich und seinen Sport einem breiteren Publikum zu präsentieren.

Auch DUMP & CHASE hat sich geärgert, als letzte Saison das DEL Wintergame in Köln von den öffentlich-rechtlichen Sendern mehr oder weniger ignoriert wurde. Umso mehr haben wir uns gefreut, als ein Spieler wie Kölns Mo Müller diese Ignoranz nicht einfach hinnehmen wollte und seine Verärgerung darüber öffentlich bekundete (nicht ohne positive Reaktionen und Folgen).

Deswegen steht für uns von DUMP & CHASE beim DEL2-Winter-Derby auch weniger das Punktspiel von Bad Nauheim gegen die Löwen Frankfurt im Fokus. Es ist der Sport an sich der hier zelebriert wird. Zwei Wochen vor Weihnachten ein Outdoor-Game im Fußballstadion, ein bisschen Show, etwas vorweihnachtliche Atmosphäre mit Glühwein und Bratwurst, Fans aus dem gesamten Land – wir werden da sein und mitfiebern (und je nach Wetterlage mitbibbern). Und in dem ein oder anderen Moment werden wir auch bestimmt an die „guten alten Zeiten“ zurückdenken, in denen sowohl der EC Bad Nauheim und auch die Löwen Frankfurt am Rande des Abgrundes standen und nicht davon zu träumen gewagt hätten, dass sie eines Tages ein solches Spiel bestreiten würden.

Wer beim Winter Derby dabei sein wird, kann unseren Stand besuchen.

Der perfekte Sonntag

Eine lange Woche liegt hinter uns. Ausgabe 6 von DUMP & CHASE ist in der heißen Abstimmungsphase. Viel Recherche, Bilder sichten, Artikel schreiben und gestalten. Und nun, am Sonntag? Ausschlafen, mal eine Pause einlegen und etwas zur Ruhe kommen?

Nö: der Wecker klingelt um 7:00 Uhr in der Früh. Eine Uhrzeit, die der Schreiber dieser Zeilen sonst nur aus Mythen und Legenden kennt. Man wackelt im Halbschlaf in die Küche und erinnert sich, dass man so kurz vor dem Training eigentlich nichts mehr zu sich nehmen sollte.

Ja, Training. Das Hobbyteam der „Atemlosen“ trifft sich wie jeden zweiten Sonntag ab 8:30 Uhr früh zum Zocken auf der Außenfläche der Eissporthalle Frankfurt. Und da jede Möglichkeit auf eine Eiszeit kostbar und heilig ist, wird auch diese wahrgenommen.

Also keinen Kaffee einfüllen, höchsten eine Magnesiumtablette im Wasserglas auflösen und auf irgendeine positive und wachmachende Wirkung hoffen. Schnell die Eishockeytasche packen. Wenn man sich schon Sonntag früh aufrafft, dann bitte jetzt nicht noch die Schlittschuhe vergessen.

Draußen geht gerade die Sonne auf. Bei 3 Grad Kälte und Morgennebel kommt man sich auf der Fahrt zur Eissporthalle durch das morgendliche Frankfurt vor wie in einem Endzeitfilm. Kein Mensch, kein Auto ist auf den Straßen unterwegs. Alleine dafür hat sich das frühe Aufstehen schon gelohnt.

In der Kabine angekommen schaut man in viele halbgeöffnete und vom Vorabend verquollene Augen. Die üblichen Sprüche und das gegenseitige Aufziehen bestätigen einem in seinem Entschluss den inneren Schweinehund zu überwinden und zum Training zu kommen.

Auf der Eisfläche angekommen wollen die Schlittschuhe nicht so richtig warm werden. Auch die Hände fühlen sich noch an wie Betonblöcke – wie soll man da mit feiner Klinge spielen? Die hinter dem Ostpark aufgehende Sonne macht die Sache auch nicht besser. Spätestens beim Eindringen ins gegnerische Drittel wird man von der reflektierenden Eisfläche geblendet. Immerhin, wir haben diesmal keinen Nebel auf der Spielfläche.

Irgendwie kommt man dann doch noch rein ins Training. Nach einer guten Stunde steht man dann zufrieden unter der (meist) heißen Dusche und freut sich es mal wieder geschafft zu haben.

Jetzt noch auf der Rückfahrt schnell zum Bäcker. Die gerade eben abgearbeiteten Kalorien wollen mittels Brötchen und Croissants wieder auf die Hüften zurück. Die bessere Hälfte wartet zuhause bereits voller Freude über die frischen Backwaren und mit zweifelnden Blicken ob der morgendlichen Eishockey-Begeisterung.

Der Rest des Sonntags ergibt sich von alleine. Ein paar NHL-Spielzusammenfassungen ansehen, die DEL auf SPORT1 oder MagentaSport, und für das ein oder andere Schläfchen einfach mal wegdimmen.

Der perfekte Sonntag vor einer neuen, langen „DUMP & CHASE“-Woche.

Ein spannender Tag im Versandlager

Gestern feierte unser Coverheld Geburtstag. Klar, dass wir ihm gratiulierten. Heute geht es für uns weiter mit dem Vorbereiten und dem Versenden der Exemplare für Abonnenten und Vorbesteller. Ein eher langweiliger, weil technischer Prozess mit verschiedenen Partnern, für den wir diesmal mehr Zeit eingeplant haben, damit alles rechtzeitig bei euch ankommt.

Nach dem sogenannten Konfektionieren der Hefte, also dem Eintüten der Ausgabe in Umschläge, werden die Sendungen für die verschiedenen PLZ-Regionen in ganz Deutschland gebündelt und auf einer großen Palette gestapelt. So kann die Post dann alle Briefe gleichzeitig abholen und anschließend in die einzelnen Regionen verteilen.

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Sollte diesmal die Post pünktlich kommen – beim letzten Heft ließ sie unsere Palette tatsächlich zwei Tage im Lager stehen –, dann dauert der Versand normalerweise zwei Tage.

Parallel läuft dazu schon die Planung für die Ausgabe 6. Dazu aber später mehr.

Zum Greifen nahe

Für unser Dreier-Team von DUMP & CHASE ist es jedes Mal aufs Neue ein tolles Gefühl: Nach der Abgabe der Druckdaten an die Druckerei in der letzten Woche, steht nun die Auslieferung der Ausgabe 5 unseres Eishockey-Magazins (Abo) unmittelbar bevor. Die Vorfreude, das Eishockey-Magazin in den Händen zu halten, ist wie immer groß.

Und genau darum geht es uns ja auch bei DUMP & CHASE: unseren Sport mittels eines Magazins im wahrsten Sinne des Wortes in den Händen halten zu können.

Wir zocken selbst Eishockey, bringen den Nachwuchs sonntagmorgens zum Training, schauen auf MagentaSport die DEL, besuchen das ein oder andere Live-Spiel, egal in welcher Liga. Und um Eishockey auch in den Pausen zwischen all diesen Aktivitäten nah zu sein, blättern wir in den wenigen ruhigen Momenten am Tag eine Ausgabe von DUMP & CHASE durch, stöbern in den Geschichten rund um alte Legenden oder neue Talente, und begeistern uns an Fotostrecken, aus den gefühlt sehr weit entfernten NHL-Arenen.

Auch die Titelgeschichte der neuen Ausgabe mit Leon Draisaitl wurde von diesem Gedanken getragen. Sportlich ist zu Leon in den letzten Monaten schon viel geschrieben und gesagt worden. Langsam aber sicher steigt sein Bekanntheitsgrad auch in Deutschland, wogegen er in Edmonton schon längst nicht mehr unerkannt über die Straße gehen kann. Darum wollten wir nicht unbedingt den Eishockeyspieler, sondern den Typen Leon Draisaitl zeigen.

Unser Fotograf Niko Neithardt und wir hatten jedenfalls viel Spaß bei unserem Spaziergang mit Leon Draisaitl durch seine Heimat Köln. Wir erlebten dabei einen sehr entspannten und auch nahbaren Superstar. Ein ganz normaler Kölsche Jung eben.

Freut euch auf Ausgabe 5, in der euch erneut ein bunter Mix aus der weiten Welt des Eishockeys erwartet. Und folgt uns unter @dnchockey auf Facebook, Instagram und Twitter, um einen ersten Blick auf die Inhalte des Eishockey-Magazins werfen zu können.

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