Aus der Redaktion

Der perfekte Sonntag

Eine lange Woche liegt hinter uns. Ausgabe 6 von DUMP & CHASE ist in der heißen Abstimmungsphase. Viel Recherche, Bilder sichten, Artikel schreiben und gestalten. Und nun, am Sonntag? Ausschlafen, mal eine Pause einlegen und etwas zur Ruhe kommen?

Nö: der Wecker klingelt um 7:00 Uhr in der Früh. Eine Uhrzeit, die der Schreiber dieser Zeilen sonst nur aus Mythen und Legenden kennt. Man wackelt im Halbschlaf in die Küche und erinnert sich, dass man so kurz vor dem Training eigentlich nichts mehr zu sich nehmen sollte.

Ja, Training. Das Hobbyteam der „Atemlosen“ trifft sich wie jeden zweiten Sonntag ab 8:30 Uhr früh zum Zocken auf der Außenfläche der Eissporthalle Frankfurt. Und da jede Möglichkeit auf eine Eiszeit kostbar und heilig ist, wird auch diese wahrgenommen.

Also keinen Kaffee einfüllen, höchsten eine Magnesiumtablette im Wasserglas auflösen und auf irgendeine positive und wachmachende Wirkung hoffen. Schnell die Eishockeytasche packen. Wenn man sich schon Sonntag früh aufrafft, dann bitte jetzt nicht noch die Schlittschuhe vergessen.

Draußen geht gerade die Sonne auf. Bei 3 Grad Kälte und Morgennebel kommt man sich auf der Fahrt zur Eissporthalle durch das morgendliche Frankfurt vor wie in einem Endzeitfilm. Kein Mensch, kein Auto ist auf den Straßen unterwegs. Alleine dafür hat sich das frühe Aufstehen schon gelohnt.

In der Kabine angekommen schaut man in viele halbgeöffnete und vom Vorabend verquollene Augen. Die üblichen Sprüche und das gegenseitige Aufziehen bestätigen einem in seinem Entschluss den inneren Schweinehund zu überwinden und zum Training zu kommen.

Auf der Eisfläche angekommen wollen die Schlittschuhe nicht so richtig warm werden. Auch die Hände fühlen sich noch an wie Betonblöcke – wie soll man da mit feiner Klinge spielen? Die hinter dem Ostpark aufgehende Sonne macht die Sache auch nicht besser. Spätestens beim Eindringen ins gegnerische Drittel wird man von der reflektierenden Eisfläche geblendet. Immerhin, wir haben diesmal keinen Nebel auf der Spielfläche.

Irgendwie kommt man dann doch noch rein ins Training. Nach einer guten Stunde steht man dann zufrieden unter der (meist) heißen Dusche und freut sich es mal wieder geschafft zu haben.

Jetzt noch auf der Rückfahrt schnell zum Bäcker. Die gerade eben abgearbeiteten Kalorien wollen mittels Brötchen und Croissants wieder auf die Hüften zurück. Die bessere Hälfte wartet zuhause bereits voller Freude über die frischen Backwaren und mit zweifelnden Blicken ob der morgendlichen Eishockey-Begeisterung.

Der Rest des Sonntags ergibt sich von alleine. Ein paar NHL-Spielzusammenfassungen ansehen, die DEL auf SPORT1 oder MagentaSport, und für das ein oder andere Schläfchen einfach mal wegdimmen.

Der perfekte Sonntag vor einer neuen, langen „DUMP & CHASE“-Woche.

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